Mobirise

- 2019 -
Der 2,5 tägige Workshop (Teilnahme)

Künstliche Intelligenz trifftKultur- und Kreativwirtschaft 

Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen sind zentrale Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts, ...

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- 2019 -
"Promenadologie" -  Eine Forschungsreise 

Spaziergangswissenschaft

An der Seidenstraße von China nach Europa:
Heute in Ruinen liegende ehemalige armenische Hauptstadt ANI

Dieser Frage widmete sich Alan Turing in seinem bahnbrechenden und darüber hinaus höchst amüsant zu lesenden Essay »Rechenmaschinen und Intelligenz« aus dem Jahre 1950. Aber was ist überhaupt Denken, und was ist eine Maschine'? Er schreibt: »Man könnte diese Definition so formulieren, dass sie so weit wie möglich den allgemeinen Sprachgebrauch wiedergibt, aber diese Einstellung ist gefährlich.

Alan Turing verwarf die Idee, dass Maschinen denken können, vorausschauend als absurd, weil die Parameter nicht geklärt sind. Wenn wir über Künstliche Intelligenz reden, hantieren wir also mit einem schwer zu fassenden Begriff, bei dem immer der Vergleich mit dem Menschen und seinen geistigen Fähigkeiten mitschwingt. John McCarthy sagt;." Eigentlich wäre es angebrachter, z. B. von Software 2.0, datengetriebener Software oder trainierten Algorithmen zu sprechen, um das Thema zu entmystifizieren."

Timo Daum schreibt in seinem neuen Buch "Die Künstliche Intelligenz des Kapitals“, " Solange noch nicht geklärt ist, was Intelligenz wirklich ist und ausmacht, ist KI kaum mehr als ein werbewirksamer Marketingbegriff.

Den Kultur- und Kreativschaffenden kommt hier eine besondere Rolle zu: einerseits als Vermittler*innen zwischen Innovationstreibenden und Öffentlichkeit, als Anwender*innen von KI-Technologien im Kreativ-, Kunst- und Kulturbereich aber auch als aktive Akteur*innen im Experimentieren mit KI in neuen Anwendungsfeldern. 

Genau hier setzt das Gestaltungsmaschine Innovationcamp mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes an und entführt seine Teilnehmer*innen auf eine immersive Reise in die Welt der KI. Das 2,5 tägige Workshop- und Konferenzprogramm widmet sich drei Themenschwerpunkten: KI für eine Wirtschaft und Gesellschaft von Morgen, Mensch & Maschine und Kollaborative Kreative Prozesse. Von neuartigen Datennutzungsmöglichkeiten öffentlicher Sammlungen über innovative Interfaces für das Internet der Dinge bis hin zu wegweisenden Ausdrucksformen im Kreativbereich – Gemeinsam mit geladenen Expert*innen wird das Potenzial von KI in interdisziplinären Teams anhand von realen Anwendungsfällen in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft erprobt.

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- Promenadologie - 
Eine Forschungsreise - 2019 - 

Spaziergangswissenschaft

SEHEN, ERKENNEN UND PLANEN 

Wie ist die Welt organisiert, die sich im Bild zu sehen und zu hören gibt?  

Ästhetische Aspekte der Umwelt haben die Menschen noch nie so beschäftigt wie heute. Nie zuvor waren so viele Ausschüsse in Genehmigungsverfahren verwickelt. Nie zuvor waren so mächtige Organisationen im Umweltschutz tätig.

Lucius Burckhardt – Begründer der Spaziergangswissenschaft

      Der Schweizer Soziologe, Urbanist und Planungstheoretiker Lucius Burckhardt (1925-2003) entwickelte in den 1980er Jahren während seiner Tätigkeit an der Gesamthochschule Kassel zusammen mit seiner Frau Annemarie Burckhardt die Spaziergangswissenschaft zu einer Planungs- und Gestaltungswissenschaft.  

Die Landschaft, Denkmäler und ein Gefühl der lokalen Identität; Noch nie war es so schwierig, ein neues Gebäude an einem historischen Ort oder in einer Landschaft zu errichten, die noch Spuren früherer Gärten oder der Landwirtschaft aufweist. Trotz all dieser Sicherheitsvorkehrungen, Verfahren und abgelehnten Bauanträge werden die Klagen über die "Hässlichkeit" der Umwelt und die Zerstörung der Landschaft von Tag zu Tag lauter.

Die Promenadologie untersucht die Abläufe,  in denen eine Person ihre Umgebung wahrnimmt. ... In der Alten Welt, der intakten Welt, diente jeder Promenadologie erforschte Kontext als erklärende Ergänzung zum eigentlichen Objekt eines Besuchs. ... Der Weg war genauso wichtig wie das Ziel. ... Wir sind die erste Generation von Menschen, für die das ästhetische Erlebnis nicht automatisch eintritt. Stattdessen muss der Ort selbst seine ästhetische Absicht erklären. Wenn wir einen Park anlegen, kann sich der Park nicht mehr darauf verlassen, dass wir von der Stadt durch ein Tor zu einer Grünfläche gelangen und wissen, dass wir den Park besuchen. Vielmehr muss der Park nun durch seine Innenarchitektur den Kontrast zu seiner Umgebung untermauern. 

An der Seidenstraße von China nach Europa:

Heute in Ruinen liegende ehemalige armenische Hauptstadt

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ANI RUINEN

Ist eine seit mehr als drei Jahrhunderten verlassene und heute in Ruinen liegende ehemalige armenische Hauptstadt.

     Ani: Die Provinz im Winter und die Ruinen einer Metropole

Um das Jahr 1000 ist Ani eine der größten Metropolen der Welt. Damals leben hier etwa 100.000 Menschen. Ani, im 10. Jahrhundert Hauptstadt des Königsreichs der Bagratiden, eine der ältesten Herrscherdynastien aus dem Kaukasus, ist so mächtig und beeindruckend wie Konstantinopel zur gleichen Zeit.

     An der Seidenstraße von China nach Europa:

Vom 10. bis zum 14. Jahrhundert war Ani eine wichtige Handelsstadt an der Seidenstraße von China nach Europa. Die noch erhaltenen Bauwerke aus dieser Zeit zeugen von einer spektakulären architektonischen Entwicklung, die von der Mischung östlicher und westlicher Traditionen hervorgeht. Die Geisterstadt ist für das Verständnis von Handel und Siedlung in einer multiethnischen und multikulturellen Umgebung des Mittelalters von entscheidender Bedeutung.

HASANKEYF

Eine antike Stadtfestung am Tigris- Genannt Nordmesopotamiens Felsenburg.

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HASAN-KEYF

Auf den beiden Seiten des Tigris, eine der wichtigsten historischen Handels-, Wissenschafts- und Kulturzentren. Diese historische Stadt liegt in der Nähe von Batman. Es wurde vermutlich dadurch entstanden, dass der byzantinische Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert n. Chr. Hasankeyf Burg, einer des beiden Burgs, aufbauen ließ, um die Region um sich herum zu verteidigen. Vor 12000 Jahren sollen hier Menschen gesiedelt haben. Im Südosten der Türkei zum Ziel hat, plant der türkische Staat, Hasankeyf unter Wasser zu setzen. Wenn das Wasser kommt, wird nichts bleiben von den mächtigen mittelalterlichen Brückenpfeilern im Tigris und den Mausoleen.

Er Rizk Moschee

Nur die Spitze des schlanken mehr als 600 Jahre alten Minaretts der Er Rizk Moschee wird aus dem Wasser ragen. Nach bisheriger Planung wird Hasankeyf daher 2016 zum größten Teil überflutet werden.

     Die Regierung hat vermieden, Hasankeyf auf die Liste des Unesco-Welterbes setzen zu lassen

Wohl um den Staudamm nicht zu gefährden. Das höchste türkische Verwaltungsgericht hat am 7. Januar entschieden, dass er nicht weitergebaut werden darf, weil gesetzlich vorgeschriebene Studien zu den Umweltfolgen fehlen. Den Prozess hatte die Architekten und Ingenieurkammer angestrengt. Am 5. April änderte das Umweltministerium die Vorschriften, um das Urteil zu umgehen.

Man sieht Erdhöhlen, Lehmhäuser, Landschaften und Ruinen, die bald in den gewaltigen Wassermengen eines neu gebauten Staudammes verschwinden werden. Zugleich leben in dieser Ruinenlandschaft heute noch Menschen, die durch das Staudammprojekt zwangsumgesiedelt werden müssen. Wichtig ist: Übrig wird die Erinnerung bleiben, wie das Erbe der Vergangenheit der „Moderne“ geopfert und die Entwurzelung der Menschen in Kauf genommen wurde.

 

Göbeklitepe

12.000 Jahre alter megalithischer Denkmalkomplex | Der Göbekli Tepe in der Südosttürkei gilt als ältester monumentaler Kultort der Geschichte.

Göbekli Tepe in der heutigen Türkei ist ein 12.000 Jahre alter megalithischer Denkmalkomplex und gibt Forschern bis heute noch immer Rätsel auf – das Mysterium vertieft sich. Dies hat Archäologen dazu veranlasst, ihr Verständnis über die damalige „primitive“ Gesellschaft zu überdenken.

Im Oktober 1994 begann Klaus Schmidt vom Deutschen Archäologischen Institut mit den Ausgrabungen an einem neolithischen Hügelland in der heutigen Südtürkei (ehemals. Unterhalb dieses Hügels entdeckte er die außergewöhnlichste archäologische Stätte. Sie ist sehr bemerkenswert wegen ihrer immensen Größe und ihres Alters.

Göbekli Tepe ist eine Anordnung von mindestens zweihundert T-förmigen Steinsäulen mit einer Höhe von bis zu 6 Metern und einem Gewicht von 22 Tonnen. Die Säulen sind mit Bildern und komplizierten Symbolen bedeckt. Die Grenzen des Komplexes schließen über 22 Morgen Land ein. Die physischen Aspekte der archäologischen Stätte Göbekli Tepe sind erstaunlich, aber ihre Datierung überrascht die Forscher. 
Die Pfeiler von Göbekli Tepe stehen seit mindestens 12.000 Jahren, 10.000 davon begraben unter riesigen Erdmassen, die wahrscheinlich absichtlich über sie gelegt wurden, so berichtet der Forscher und Autor Bruce Fenton auf seiner Webseite.

Wie sehr vor 12.000 Jahren der Kopf die spirituelle Energie von Homo sapiens anregte, zeigen die zahlreichen bildlichen Darstellungen, die sich in Göbekli Tepe erhalten haben. Inmitten von zahlreichen Reliefs von Löwen, Leoparden, Stieren, Schlangen oder Skorpionen prangen steinerne Menschenköpfe. Zahlreichen homininen Statuetten wurde regelrecht der Kopf abgeschlagen. Die Gabe eines „Opferbringers“ könnte durchaus als Schädel interpretiert werden. Auch ein Vogel, der einen Schädel trägt, lässt an einen Kult denken, in dem der Hülle des menschlichen Verstandes eine hervorragende Rolle zukam.

Göbekli Tepe - Türkei
Göbekli Tepe - Türkei
Göbekli Tepe - Türkei
Göbekli Tepe - Türkei
Göbekli Tepe - Türkei
Göbekli Tepe - Türkei

HARRAN

Haran war zusammen mit Ur eines der wichtigsten Kultzentren des Mondgottes Sîn im Alten Orient und gewiss das bedeutendste Zentrum im syro-palästinensischen Raum

Harran ist eine Stadt und ein Landkreis der türkischen Provinz Sanlıurfa in Nordmesopotamien. Die heute unbedeutende Stadt ist die Nachfolgesiedlung des berühmten gleichnamigen antiken Ortes, von dem vor allem nahe der Grenze zu Syrien viele Überreste erhalten geblieben sind.

    Der Ort, am Nordrand der fruchtbaren mesopotamischen Ebene gelegen, war schon im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Sein akkadischer Name Harrānu steht sowohl für „Reise“ als auch für „Karawane“. Möglicherweise handelt es sich um eine Volksetymologie eines älteren Namens. Harran fungierte spätestens seit der altbabylonischen Zeit als Reise- und Handelsstation zwischen Karkemisch am Euphrat und Ninive am Tigris. 

Die Ortschaft wird wahrscheinlich erstmals in Texten aus Ebla als Ha-ra-anKI oder Har-ra-nuKI erwähnt und ist auch in den Mari-Briefen des Zimri-Lim greifbar, wo es Teil der Städteföderation Zalmaqqum war. Bereits in dieser Zeit wird der Tempel des Mondgottes Sin erwähnt. Dort befand sich der diesem Gott heilige Stein, der im Rahmen des Steinkultes verehrt wurde. (Wenn in westlichen Quellen und teils auch in der modernen Literatur von einer Mondgöttin die Rede ist, so ist dies wohl ein Irrtum, der darauf zurückzuführen ist, dass Griechen und Römer den Mond für weiblich hielten.)

Harran - Türkei
Harran - Türkei
Harran - Türkei
Harran - Türkei
Harran - Türkei
Harran - Türkei

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